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Cosima von Bonin schafft Transformationen des Alltäglichen und greift hierfür auf zahlreiche Referenzen aus Popkultur, Film, Mode, Musik und Kunst zurück. In ihren Installationen bevölkern erschöpfte Kuscheltiere, weiche Zäune, Rakete und textile Bilder, die sie „Lappen“ nennt, den Raum. Diese verschiedenen Akteure agieren wie in einem Ensemble, einer Gemeinschaft sozialer Verknüpfungen, wobei zugleich Strategien wie Verfremdung oder Aneignung am Werk sind. Cosima von Bonins Arbeiten bewegen sich zwischen Humor und Dunkelheit, Verspieltheit und Dringlichkeit, Niedlichkeit und Schrecken. Für den Katalog zur Ausstellung führt Katharina Dohm nach einem umfassenden Bildteil mit ihrem Text feelings in die gleichnamige Ausstellung ein. Diedrich Diederichsen beleuchtet das Spielzeug mit seinen unterschiedlichen Parametern. Clara Drechsler geht der Figur Daffy Duck und deren Verbindungen zu Cosima von Bonin auf den Grund.


KATALOG Cosima von Bonin. feelings herausgegeben von Katharina Dohm, mit Beiträgen von Diedrich Diederichsen, Katharina Dohm und Clara Drechsler, sowie einem Vorwort des Direktors der Schirn Kunsthalle Frankfurt Sebastian Baden, deutsch-englische Ausgabe, 224 Seiten, ca. 130 Abbildungen, 22 x 28 cm, Klappenbroschur, Verlag der Buchhandlung Walther und Franz König, ISBN 978-3-7533-0600-1

Sexualität, Krankheit, Tod – es sind die großen menschlichen Themen und elementaren Erfahrungen, denen Carol Rama (1918–2015) ihre Kunst widmete. Sie gehört zu den herausragenden Künstlerinnen der Moderne, die erst spät zu Ruhm gelangten. Dieser reich bebilderte Katalog zeichnet die verschiedenen Phasen des so umfangreichen wie außergewöhnlichen Werkes der Künstlerin nach – von Aquarellen über Gemälde hin zu ihren Bricolagen: Objektmontagen, für die Rama mit unterschiedlichsten Materialien experimentierte. Neben einer umfassenden Einführung der Kuratorin Martina Weinhart in Ramas Œuvre, die die verschiedenen Werkphasen vertiefend beleuchtet, greifen die Essays von Florian Werner und Elena Volpato einzelne Aspekte ihres Werkes auf. Auch Weggefährt*innen Ramas wie Lea Vergine oder Eduardo Sanguineti kommen zu Wort. Eine ausführliche Biografie stellt die wichtigsten Stationen des langen Lebens und künstlerischen Schaffens Ramas vor.


KATALOG Carol Rama. Rebellin der Moderne herausgegeben von Martina Weinhart, mit Beiträgen von Martina Weinhart, Florian Werner und Elena Volpato, sowie einer Biografie von Theresa Dettinger und einem gemeinsamen Vorwort des Direktors der SCHIRN Kunsthalle Frankfurt Sebastian Baden, und der Direktorin des Kunstmuseum Bern, Nina Zimmer, deutsch-englische Ausgabe, 224 Seiten, ca. 140 Abbildungen, 21 x 27 cm, Broschur, Verlag der Buchhandlung Walther und Franz König, ISBN 978-3-7533-0728-2

John Akomfrah schafft mit seinen Videoarbeiten umfassende audiovisuelle Erzählungen, vermittelt Eindrücke, die laut und leise, poetisch und unmittelbar zugleich sind. Mit seinen komplexen Werken, für die er Archivmaterial und neue Aufnahmen kombiniert, erweitert er die Ästhetik des Dokumentarischen und hinterfragt gleichzeitig tradierte Narrative und deren Abbildungsweisen. Der Katalog zur Ausstellung spürt diese Erzählungen für die drei präsentierten Videoinstallationen nach. Ein ausführliches Interview mit dem Künstler ermöglicht es den Leser*innen, Akomfrahs Herangehensweise weiter zu ergründen und die seinen Arbeiten zu Grunde liegenden Diskurse und Fragestellungen, historische Entwicklungen und Umbrüche unserer Zeit, die er reflektiert, nachzuvollziehen. Darüber hinaus geht ein weiterer Text der Frage nach der Bedeutung und Idee des Archivs für das Œuve Akomfrahs nach, dessen Werk inzwischen selbst eine Art neues, unkonventionelles und offenes Archiv darstellt.

Als Gründungsfigur der künstlerischen Institutionskritik hat Hans Haacke das Verhältnis von Kunst und Gesellschaft neu defi­niert und nachfolgende Generationen von Künstler*innen geprägt. Der reich bebilderte Band stellt den deutsch-amerikanischen Künstler mit Arbeiten von 1959 bis heute umfassend vor.


KATALOG Hans Haacke. Retrospektive, herausgegeben von Ingrid Pfeiffer (Schirn Kunsthalle Frankfurt) und Luisa Ziaja (Belvedere 21, Wien), mit Beiträgen von Sabeth Buchmann und Stephan Geene, Hubertus Butin, Theresa Dann-Freyenschlag, Cornelia Eisendle, Vanessa Joan Müller, Ingrid Pfeiffer, Ursula Ströbele und Luisa Ziaja, einem Interview mit Paul Maenz und Gerd de Vries sowie einem gemeinsamen Vorwort des Direktors der Schirn Kunsthalle Frankfurt Sebastian Baden und der Generaldirektorin des Belvedere, Wien, Stella Rollig, deutsche und englische Ausgabe, je 264 Seiten, ca. 300 Abbildungen, 24,5 x 30,5 cm, Hardcover, Hirmer Verlag, ISBN 978-3-7774-4422-2 (deutsche Ausgabe), ISBN 978-3-7774-4423-9 (englische Ausgabe)

Von schwarzen Sternenbildern zu „pure sunshine“ – die großformatigen Abbildungen im umfangreichen Bildteil vermitteln einen ganz direkten Einblick in das vielseitige, multimediale Œuvres des Künstlers und bilden sein Schaffen der letzten Jahrzehnte ab.


KATALOG Ugo Rondinone. LIFE TIME herausgegeben von Matthias Ulrich, mit Beiträgen von Dominic Eichler, Brigitte Franzen und Matthias Ulrich sowie einem Vorwort des Direktors der Schirn Kunsthalle Frankfurt Philipp Demandt. Dt./Engl. Ausgabe, 184 Seiten, 225 Abb., 31 x 24 cm, Softcover, Snoeck Verlag, ISBN 978-3-86442-342-0