Leonor Fini
Die SCHIRN präsentiert im Herbst 2026 die erste große Ausstellung zu Leonor Fini in Deutschland. Rund 100 Werke, darunter Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und Objekte, geben einen umfassenden Einblick in das faszinierende Œuvre der Künstlerin.
Leonor Fini (1907–1996) war als Künstlerin wie auch als Privatperson eine Rebellin. Priesterinnen, Sphinxe, hybride Gestalten – mit ihrem charakteristisch altmeisterlichen Stil schuf sie traumartige Szenen, die klassische Geschlechterrollen umkehren.
Trotz ihrer Nähe zum Surrealismus bewahrte sich Fini stets ihre Unabhängigkeit und entfaltete eine unverwechselbare Bildsprache zwischen Traum, Mythos und theaterhaften Inszenierungen. Geboren in Buenos Aires, aufgewachsen in Triest und geprägt von der Renaissance, dem Symbolismus, der deutschen Romantik sowie dem magischen Realismus entwickelte die Autodidaktin kraftvolle Darstellungen starker Frauen und androgyner Figuren, häufig als Neuinterpretationen historischer Vorbilder.
Kuratorin
Ingrid Pfeiffer
Kuratorische Assistenz
Cornelia Eisendle
Gefördert durch
Dr. Marschner Stiftung
Art Mentor Foundation Lucerne
Zusätzliche Unterstützung durch
SCHIRN FREUNDE
Georg und Franziska Speyer`sche Hochschulstiftung
Fontana Stiftung
Medienpartner
ARTE
Frankfurter Allgemeine Zeitung